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Matthias Schlenger 2144 Nachrichten

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Oberliga-Vereinsvertreter schlagen Alarm

-mas- WIESBACH. Das Ausbluten des Rheinlands war eine von mehreren alarmierenden Feststellungen im Rahmen der Rückrundenbesprechung der Fußball-Oberliga am Mittwochabend im Vereinsheim von Hertha Wiesbach. Auch der kontinuierlich sinkende Zuschauerschnitt bereitet den Vereinsvertretern zunehmend Sorge.

Wobei die Zuschauerzahlen über einen Zeitraum von 10 Jahren beobachtet wurden und die Saison 15/16 nur dank TuS Koblenz einen kleinen Ausreißer darstellte. Eintracht Trier als möglicher Publikumsmagnet in der Saison 17/18 kann freilich keine Lösung sein, sondern wäre lediglich ein weiteres Anzeichen der Krise. Doch der Abstieg der Eintracht droht tatsächlich, denn sollten aus der Dritten Liga zwei Südwestvereine (Mainz 05 II, Wehen Wiesbaden) absteigen und zum dritten Mal in Folge kein Regionalligist den Sprung in die Dritte Liga schaffen, so müssten sechs Regionalligisten absteigen, und darunter hätte die Oberliga zu leiden. Bei maximal fünf Absteigern am Ende der laufenden Saison ist sogar denkbar, dass man in der Saison 17/18 mit 19 Mannschaften spielt.

Doch wie kann die Zukunft der Oberliga aussehen in Zeiten der zunehmenden TV-Präsenz, in Zeiten der scheinbar immer geringeren Bereitschaft der finanziellen Unterstützung durch Kommunen und Firmen? Der Amateurfußball, so der Tenor der Versammlung, werde nicht mehr benötigt – jedenfalls nicht durch die Erst- und Zweitligisten mit ihren Nachwuchsleistungszentren. Doch was ist mit der sozialen Komponente, die die Vereine leisten? Auch Walter Desch, Präsident des Fußball-Verbands Rheinland, war bei der Versammlung zugegen. „Ich könnte mir starke Verbandsligen vorstellen“, so sein Fazit, nachdem er zusammengefasst hatte, dass bereits ein Arbeitskreis, bestehend aus Vertretern der Vereine des Rheinlands, gegründet wurde, eben in Anbetracht der Tatsache, dass vielfach ein Aufstieg in die Oberliga für die Vereine uninteressant ist aufgrund der weiten Wege, der geringeren Anzahl an Derbies, oder, vereinfacht ausgedrückt: Höhere Kosten, niedrigere Einnahmen. Doch eine Liga-Umstrukturierung würde entweder eine Aufstockung, sprich: Verwässerung, bedeuten oder aber Zwangsabstiege. Insgesamt seien die Probleme der Vereine zu unterschiedlich, als dass eine Lösung im Sinne aller auf der Hand läge. „Ideen sammeln und in Ruhe schauen“, so Hans-Dieter Drewitz, Präsident des Regionalverbandes Südwest – Gesprächsbedarf besteht jedenfalls noch reichlich.

Der erste Restrundenspieltag: TuS Mechtersheim – Hertha Wiesbach, Schott Mainz – SV Gonsenheim (beide Mi., 22. Februar, 19.30 Uhr), SpVgg Burgbrohl – FSV Jägersburg (Sa., 25. Februar, 14 Uhr), Saar 05 Saarbrücken . TuS RW Koblenz (Sa., 25. Februar, 14.30 Uhr), Borussia Neunkirchen – FC Karbach, FV Diefflen -. SV Morlautern, FSV Salmrohr – Arminia Ludwigshafen (alle Sa., 25. Februar, 15.30 Uhr), Röchling Völklingen – SC Hauenstein (So., 26. Februar, 15 Uhr), bereits ausgetragen: FK Pirmasens II – TSG Pfeddersheim (2:5).

Letzter Spieltag 16/17: Sa., 20. Mai, 15.30 Uhr.

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